Experten schätzen, dass in Deutschland jede dritte bis vierte Immobilie von Schimmelbildung betroffen ist. Und Schimmel ist eine Gefahr für die Gesundheit, vorallem für Ältere und Kinder. Durch richtiges Lüften kann Schimmel häufig verhindert werden.

Was ist die Ursache für Schimmel?

Schimmel entsteht durch Feuchtigkeit. Der Grund dafür kann eine externe Ursache, wie z.B. eine Undichtigkeit eines Rohres oder der Decke. In den meisten Fällen ist jedoch die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit der Grund für die Schimmelbildung.

Wo kommt die Feuchtigkeit her?

Ein Vier-Personen-Haushalt erzeugt im Durchschnitt jeden Tag 12 bis 14 Liter Wasser. Diese entstehen durch Schwitzen, Duschen und Baden, Wäsche waschen und trocknen, Kochen und Spülen, Zimmerpflanzen etc. Das entspricht ein bis eineinhalb Wassereinmern täglich!

Wie wird man die Feuchtigkeit los?

Sofern keine Lüftungsanlage vorhanden ist muss per Fensterlüftung fü eine niedrige Luftfeuchtigkeit gesorgt werden. Dabei müssen alle Wohnräume gelüftet werden, insbesondere aber alle Nassräume, also Bäder und Küchen.

Wie lüftet man richtig?

Besonders wichtig ist häufiges Lüften. Statt lange zu lüften sollte mehrfach am Tag, mindestens jedoch zweimal täglich, eine Stoßlüftung durchführt werden. Weit aufgestellte Fenster sorgen für schnellen Luftaustausch. Noch schneller geht es, indem man querlüftet, also in der Wohnung gegenüberstehende Fenster öffnet. Damit wird die Raumluft buchstäblich aus der Wohnung geweht.

Je größer der Temperaturunterschied zwischen innen und aussen ist, desto schneller vollzieht sich der Luftaustausch. Je wärmer es draußen ist, desto länger sollte gelüftet werden. Wichtig ist, dass bei der Lüftung die Luft schnell ausgestauschut wird und nicht länger als nötig gelüftet wird, da die Räume sonst auskühlen und Energie verschendet wird.

Dringend abzuraten ist von der Lüftung mittels Kippstellung der Fenster. Der Lüftungseffekt ist nur minimal, stattdessen kühlt diese Dauerlüftung die Räume aus, und das kostet viel Energie und damit Geld.

Während der Lüftung sollten die Thermostatventile abgedreht werden. Durch die kalte einströmende Luft öffnet sonst das Thermostatventil und Heizenergie geht verloren.

Zu empfehlen ist die regelmäßige Kontrolle der Luftfeuchtigkeit mit einem Messgerät, dem Hygrometer. Die Luftfeuchte sollte idealerweise immer zwischen 45 und 55 % liegen, jedoch niemals über 70 %, sonst droht Schimmelbildung.

Achtung Neubau

Neubauten haben eine äusserst gute Wärmedämmung und sind besonders luftdicht. Daher findet bei neuen Gebäuden nur ein extrem geringer Luftausstausch statt. Daher erfordern Neubauten, sofern keine automatische Lüftungsanlage eingebaut ist. eine häufigere Lüftung als Altbauten.

Wichtig bei Neubauten ist auch, dass diese während der Bauzeit und nach Fertigstellung ausreichend ausgetrocknet werden. Was früher üblich war wird heute von vielen Bauherren missachtet - mit scherwiegenden Folgen. Durch die hohe Feuchtigkeit in den Wänden reicht die normale Lüftung nicht mehr aus und es kommt unweigerlich zu feuchten Stellen und zu Schimmelbildung.

Zudem sollte in Neubauten in den ersten ein bis zwei Jahren besonders intensiv gelüftet werden.


Michael Büttner, Sachverständiger für Immobilienbewertung

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